Nominiert

Mario Weller

Cutaholic

geschäftsführender Inhaber

Aus welchen Gründen, sollten Sie die Auszeichnung "Sachsen gründet – Start-Up2017" erhalten?:

Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? Vincent van Gogh

Das Argument, warum ich es verdient hätte, für die Auszeichnung nominiert zu werden, ist eigentlich wenig spektakulär, denn es ist der Umstand, dass meine Familie, meine Angestellten und meine Steuerberaterin der Überzeugung sind, dass ich es wäre. Als ich sie fragte, ob ich das auch so in meine Bewerbung schreiben sollte, erntete ich viele Lacher und die Aufforderung, ich solle einfach meine Geschichte erzählen, also tue ich das.
Ich war gerade mal 21 Jahre, als ich es mir in den Kopf gesetzt hatte, mich als Friseurmeister selbstständig zu machen. Der Weg zu meinem ersten eigenen Salon war steinig – keine Bank wollte einem so jungen Mann ohne finanzielle Rücklagen und Sicherheiten einen Kredit geben. Zahlreich waren die Gründe für die Ablehnungen: Es gebe zu viele Geschäftseröffnungen von weitaus erfahreneren Friseurmeistern, die alle nach einem Jahr wieder geschlossen würden.

Was ich wollte, war zwar nicht neu, aber es sollte etwas Besonderes sein und werden, etwas, dass es in der Branche leider eher selten gab: Ein Friseurgeschäft, das modern und gleichzeitig traditionell ist, in dem jeder Kunde ein Individuum ist und sich ein bisschen zu Hause fühlen kann, das erfolgsorientiert arbeitet, dabei aber mitarbeiter-, familien- und umweltfreundlich ist.

Am 15.02.2014 eröffnete ich mein eigenes Friseurgeschäft mit drei Angestellten.

Nun musste ich nur noch meinen persönlichen Anspruch umsetzen, denn leider war die Zeit vor meiner Übernahme für den Friseur von weniger Erfolg gekrönt. Ich blieb standhaft – es musste noch mehr Menschen geben, die Qualität und Wertschätzung in einem Unternehmen erkannten und es dafür in Anspruch nahmen. Jeden Tag ein Schritt nach dem anderen und tatsächlich wurden die Schritte von Tag zu Tag größer.

Die Kunden kamen und der feste Kundenstamm und auch mein Mut, weiter an meinem Traumsalon zu arbeiten, wuchsen. Endlich war ich bereit, mein Produktsortiment zu tauschen um auf einen Anbieter zu setzen welcher als Wegbereiter bei der kosmetischen Nutzung nachwachsender Pflanzen-Rohstoffe in der Haarkosmetik gilt.

Dies wussten und wissen auch die Kunden zu schätzen und es brachte uns noch einen neuen Kundentypen hinzu, nämlich den, der auch bei Dienstleistungen nicht nur an sich, sondern auch an die Umwelt denkt. Der Zuspruch und Zulauf meiner Kunden ließ mich wieder größer denken und ich begann erneut, die Internetseite der Handwerkskammer Dresden nach Betriebsübergabe-Angeboten zu durchforsten. So eröffnete ich am 01.06.2015 in Laubegast einen neuen Salon.

Aktuell habe ich fünf Angestellte zwischen 26 und 57 Jahren, darunter drei junge Mütter sowie eine junge Frau mit Kinderwunsch. Es ist mir persönlich wichtig, denn ich lege viel Wert darauf, ein Unternehmen zu führen, das es jedem ermöglicht, in Balance mit seinem Privatleben zu arbeiten.

Letztlich hängt die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens signifikant vom respektvollen Vertrauensverhältnis der Leitung mit den Mitarbeitern ab, denn wenn meine Angestellten offen über ihre privaten und beruflichen Pläne und Wünsche sprechen, so können wir frühzeitig im gemeinsamen Dialog Strategien entwerfen, die eine optimale und erfolgsorientierte Lösung für sie und die Firma darstellen.

Wir sind ein Start-Up-Unternehmen, also noch am Anfang und vor uns liegt eine spannende Wachstumsphase. Aktuell bin ich wieder auf der Suche nach neuen Herausforderungen, gern würde ich nicht nur in der belebten Stadt Dresden tätig werden, sondern auch sehr gern in den umliegenden ländlichen Räumen das Friseurhandwerk wieder aufleben lassen und neue qualitätsvolle Arbeitsplätze schaffen.

Zurück zur Übersicht