Bei einer großen Abendgala am 8. Mai 2026 werden die Sieger in der Gläsernen Manufaktur in Dresden ausgezeichnet. Sie erhalten die Statue »Die Träumende«.
Sachsen hinkt bei den Unternehmens-Gründungen deutschlandweit hinterher. Dabei braucht es neue Ideen. Der Wettbewerb »Sachsens Unternehmer des Jahres« sucht daher mutige Start-ups.
Dresden. Tausende Beschäftigte bangen zurzeit um ihren Job, sei das bei VW, Dow Chemical oder Wacker Chemie. Traditionell starke Industrien wie Automobilbau, Chemie und Stahl schwächeln.
Hinzukommen all die Herausforderungen, die durch den Klimawandel, Künstliche Intelligenz und den demografischen Wandel in Deutschland entstehen. Nicht zu erwähnen, dass sich die allgemeine Weltlage dreht und wendet. In diesen unsicheren Zeiten braucht es Lösungen, sei das in der Mobilität, bei der Energieversorgung, im Gesundheitswesen, in der Industrie sowie Digitalisierung. Oder allein beim Geschäftsmodell.
Sachsen hinkt bei Unternehmensgründungen hinterher
Der Wettbewerb »Sachsens Unternehmer des Jahres« sucht daher mutige Start-ups und Unternehmen, die sich trauen, Neues auszuprobieren. Firmen, die anpacken und die Transformation als Chance begreifen.
Denn eines ist sicher: Deutschland steckt voller Ideen, doch es fehlt an Innovationsmut. Die wirtschaftliche Lage ist schwierig. Das macht sich auch bei den Riskanten und Waghalsigen bemerkbar. Die Zahl der Unternehmensgründungen sinkt: Während zwischen 2015 und 2021 noch durchschnittlich 168.000 Firmen pro Jahr den Start in Deutschland wagten, waren es im vergangenen Jahr 161.000. Das zeigen Analysen vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und Creditreform Wirtschaftsforschung.
Besonders Sachsen hängt hinterher. Hier kommen 22 Start-ups auf 100.000 Erwerbstätige. Nur noch Thüringen liegt dahinter mit 20. In Berlin und Hamburg sind es dagegen 42. Auch Hessen und Schleswig-Holstein können sich mit rund 33 Gründungen sehen lassen.
Erfolgsgeschichten, die vor Ort in Sachsen einen Unterschied machen
Doch wer eine gute Geschäftsidee hat, sollte sich nicht von der Rezession und der Pleitewelle abschrecken lassen. Denn gerade, wenn die Luft enger wird, braucht es innovative Ideen auf dem Markt, nicht nur, um Arbeitsplätze zu sichern, sondern auch, um gute Talente in Ostdeutschland zu halten, ja sogar anzuziehen und für internationale Bekanntheit zu sorgen.
Denn eines ist sicher: Auch nach 35 Jahren Wiedervereinigung gibt es noch immer keinen Dax-Konzern mit Hauptsitz in den neuen Ländern. Vielleicht schafft das ja ein bisher unbekanntes Unicorn.
»Sachsens Unternehmer des Jahres« gesucht
Der Wettbewerb um die beste Unternehmerin oder den besten Unternehmer startet an diesem Freitag in die 21. Saison. Außerdem wird der beste Gründer oder die beste Gründerin gesucht. Den beiden Siegerteams winkt ein Mediabudget von 60.000 Euro zur Produkt- oder Eigenwerbung in Sächsischer Zeitung, Freier Presse und Leipziger Volkszeitung sowie in deren Wirtschaftsmagazinen.
Mit dem Preis werden Sachsens Mittelstand und seine Erfolgsgeschichten auf die Bühne geholt – dank umfangreicher Berichterstattung der Medienpartner. Jede Woche erscheint ein Porträt über die Bewerber. So können Unternehmen auf sich aufmerksam machen – gerade in Zeiten von Personalnot.
Wer es unter die Besten schafft, erhält neben der Urkunde eine Einladung zur exklusiven Preisverleihung – dort gibt es die Gelegenheit zum Austausch mit Sachsens Ministerpräsidenten, Wirtschaftsminister, Vertretern der Kammern und Verbände. Die Bewerbung ist unkompliziert und kostenlos online möglich. Bewerbungsschluss ist der 13. Februar 2026.
Text: Luisa Zenker
Foto:Claudia Jacquemin