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KI trifft Gastronomie wie zwei Freiberger mit smarten Essensautomaten durchstarten

Die Gastro-Unternehmer Abdelilah und Odette Lamkhizni wollen sich mit ihren Automaten ein zweites Standbein aufbauen

Am Freitag beginnt in Berlin wieder die Internationale Grüne Woche - eine Ernährungsmesse mit 100-jähriger Tradition. Vertreten ist auch die sächsische Land- und Ernährungswirtschaft mit zahlreichen Ausstellern. Unter ihnen eine Firma aus Freiberg, die die Gastroszene mit KI-gesteuerten Speise-Automaten aufmischen möchte.

Ihr kochender Kühlschrank soll das Essen revolutionieren. Das glaubt Odette Lamkhizni aus Freiberg. In den Behältern warten vorgekochte Speisen bei 0 Grad. Die Chefin von »New Age of Food« wählt ein Gericht, bezahlt und nach kurzer Zeit kommt es tischfertig erhitzt heraus.

Idee entstand in Corona-Zeit

»Man kann sich 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche das Essen holen, genauso wie im Restaurant«, beschreibt die Unternehmerin die Idee. Das Essen könne im Automaten schonend erhitzt werden. So bleibe die Qualität erhalten. Odette Lamkhizni und ihr Ehemann Abdelilah betreiben seit zehn Jahren den Landgasthof im Freiberger Stadtteil Halsbach. Auf die Idee mit den Automaten, die ohne Personal rund um die Uhr warmes Essen anbieten, kamen sie während der Corona-Pandemie.

Automaten gegen den Personalmangel

»Wir haben uns überlegt, wie die Zukunft der Gastronomie gestaltet werden kann.« Dabei hätten sie auch Probleme wie den Personalmangel im Blick gehabt. »Und dann haben wir uns auf den Weg gemacht und mit sechs Automaten in Mittelsachsen unser eigenes Modelprojekt gegründet«, sagt Odette Lamkhizni.

KI vernetzt Standorte

Das Prinzip, vorgekochte Speisen im Automaten zu erhitzen, ist zwar nicht neu, allerdings kommt bei der Anwendung aus Freiberg noch Künstliche Intelligenz ins Spiel. Denn zum Team gehört ein indischer Programmierer, der mit KI die Standorte vernetzt und Prozesse optimiert.

Unternehmer wollen in den USA durchstarten

Am Donnerstag sind die Unternehmer nach Berlin auf die Grüne Woche gefahren, präsentieren in einer Kooperation mit Teigwaren Riesa einen Nudelautomaten. Der Bedarf an Speiseautomaten sei riesig - etwa in Hotels, Kantinen oder an Autobahnraststätten, sagen die Eheleute Lamkhizini. Schon bald könnten die Freiberger Tüftler richtig durchstarten. Im März haben sie einen »Pitch« mit potenziellen Investoren im Silicon Valley in den USA.

 

Text: MDR

Foto: MDR

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