Teilnehmer

Giuseppe Pasini

ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH

Geschäftsführer

Aus welchen Gründen sollten Sie die Auszeichnung »Sachsens Unternehmer des Jahres 2022« erhalten?

Seit 30 Jahren führen wir die Stahltradition in Riesa fort und betreiben Recycling im großen Stil: Rund 24 Millionen Tonnen Schrott hat FERALPI STAHL seit seiner Unternehmensgründung am 14. Januar 1992 zu 21 Millionen Tonnen Stahl verarbeitet. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und halten den Verbrauch natürlicher Rohstoffe wie Eisenerz gering. Geschmolzen wird der Schrott in unserem Elektro-Lichtbogenofen, verarbeitet wird das Ganze dann in unserem Walz- und Drahtwerk – zu Bewehrungsstahlprodukten, die beispielsweise in Gebäuden, Brücken und Eisenbahntrassen verbaut werden. Wir sind zudem mit über 730 Mitarbeitenden einer der größten Arbeitgeber in der Region.

Eine nachhaltige Produktion ist uns wichtig. Nicht zuletzt hat schon Carlo Nicola Pasini, der Gründer des ersten FERALPI-Werkes im italienischen Lonato, die noch heute in der mittlerweile weltweit agierenden FERALPI-Unternehmensgruppe gültige Maxime ausgegeben: „Produzieren und Wachsen mit Rücksicht auf den Menschen und die Umwelt.“ Dass wir dies tun, ist zertifiziert. Seit 2012 tragen wir ohne Unterbrechung das EMAS-Siegel, das höchste Gütesiegel der EU in Sachen Umweltmanagement. Nur ein weiteres Stahlwerk in Deutschland ist ebenfalls EMAS-zertifiziert. Kein Grund, uns auszuruhen. Wir haben im vergangenen Jahr 150 bis 160 Millionen Euro in Großprojekte verplant, die jetzt an den Start gehen. Wir werden bereits in diesem Jahr die Planungen für ein neues Walzwerk abschließen, in dem wir ein neues Endprodukt für die Bauindustrie produzieren werden, einen gespulten Draht. Da im neuen Walzwerk mehr induktiv erwärmte statt gasbetriebener Öfen geplant sind, wird es künftig deutlich weniger CO2 emittieren. Zudem ist in Zusammenarbeit mit der TU Dresden eine von der EU und vom Freistaat Sachsen geförderte Pilotanlage zur Schrottaufbereitung geplant, die den Schrott besser sortiert und chargiert und damit eine optimale Befüllung des Elektro-Lichtbogenofens gewährleistet. Das wiederum zahlt auf ein großes Ziel ein: unseren Energieverbrauch noch weiter zu reduzieren und nachhaltiger zu produzieren.

www.feralpi.de

 

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