SL sports GmbH
geschäftsführender Gesellschafter
Teilnehmer
geschäftsführender Gesellschafter
Aus welchen Gründen sollten Sie die Auszeichnung »Sachsens Unternehmer:in des Jahres« erhalten?
Als ich 2014 nach Dresden kam, war ich Fremder in einer Stadt, die ich vorher nie gesehen hatte. Ich brachte keinen familiären Rückhalt mit, kein Netzwerk, keine Kontakte – nur einen Traum und den Mut, bei Null zu beginnen. Ich hatte zehn Jahre im Fitnessbereich gearbeitet, spürte aber tief in mir, dass ich mehr wollte: etwas Eigenes schaffen, das Menschen stärkt, ihnen Perspektive gibt und einen Ort schafft, an dem sie sich willkommen fühlen.
Also verließ ich Bayern, packte mein Leben in einen Wagen und zog nach Dresden-Löbtau. Ohne groß zu wissen, was mich erwartet. Ohne zu wissen, wie man ein Gebäude saniert oder ein Unternehmen aus dem Boden stampft. Doch ich wusste: Wenn ich es irgendwo schaffen will, dann mit Leidenschaft, Ausdauer und Ehrlichkeit.
Der Start war hart. Die ersten zwei Jahre war jeder Tag ein Kampf – gegen Zweifel, gegen finanzielle Sorgen, gegen das Gefühl, nicht genug zu sein. Aber ich habe gelernt, dass Erfolg nicht über Nacht kommt. Er entsteht im Alltag, in der Stille, in den Momenten, in denen man weitermacht, obwohl niemand zusieht. Ich arbeitete Tag und Nacht, übernahm jede Aufgabe selbst, hörte meinen Kundinnen und Kunden zu, lernte aus Fehlern und entwickelte mich weiter. Und nach diesen zwei Jahren passierte es: Die Menschen begannen, mir zu vertrauen. Mein Studio wurde angenommen. Es wurde Teil des Stadtteils – und ich wurde Teil Dresdens.
Was mein Unternehmen von anderen unterscheidet
Von Anfang an war klar: Ich will kein Fitnessstudio sein, das nur Geräte hinstellt und Menschen abkassiert. Ich will ein Ort sein, der bewegt – körperlich und menschlich.
Deshalb setzte ich dort an, wo viele Wettbewerber sparen: persönliche Betreuung, gelebte Nähe, spürbare Authentizität und ein Umfeld, das von Jahr zu Jahr schöner, moderner und liebevoller gepflegt wird. Ich investiere jährlich in Renovierungen, neue Designs, neue Geräte, neue Konzepte. Nicht, weil ich muss – sondern weil ich jeden Tag etwas schaffen will, auf das ich stolz sein kann und das meinen Mitgliedern das Gefühl gibt: „Hier werde ich gesehen. Hier werde ich ernst genommen.“
Ich bilde mich kontinuierlich weiter – sowohl fachlich als auch persönlich, insbesondere in Führung und Teamentwicklung. Ich wollte von Beginn an Arbeitsplätze schaffen, später auch Ausbildungsplätze. Ein Unternehmen lebt nicht nur von Kunden, sondern von Menschen, die dort arbeiten. Und ich hatte den Anspruch, ein Arbeitgeber zu sein, der Chancen gibt und Perspektiven bietet.
Mein Weg der Expansion – und warum er mehr bedeutet als Wachstum
Nach sechs Jahren in Löbtau war klar: Der nächste Schritt kommt. Nicht, weil ich größer werden musste, sondern weil ich spürte, dass mein Konzept tragen kann – auch anderswo.
So eröffnete ich meinen zweiten Standort in Bautzen. Wieder traf ich auf eine neue Stadt, neue Menschen, neue Herausforderungen. Aber ich war nicht mehr der Gründer ohne Erfahrung. Ich war jemand, der wusste, was der Aufbau eines Unternehmens bedeutet, und der bewiesen hatte, dass man mit Leidenschaft Berge versetzen kann. Auch dort arbeite ich als Geschäftsführer aktiv im und am Unternehmen – nicht aus Pflicht, sondern weil ich überzeugt bin: Man kann nur führen, wenn man nah genug dran ist, um zu verstehen.
2025 kam dann der nächste große Schritt: ein weiterer Standort in Dresden. Ein altes, seit Jahren leerstehendes Kinogebäude – ein Ort, an dem einst Geschichten erzählt wurden – wieder zum Leben zu erwecken. Für viele war es nur eine alte Hülle. Für mich war es ein Versprechen. Ein Ort, der darauf wartete, wieder Bedeutung zu bekommen. Mit viel Aufwand, Mut und Investition entstand daraus ein moderner Fitnessstandort, der den Stadtteil belebt, umliegende Geschäfte stärkt und den Menschen etwas zurückgibt, das sie lange nicht mehr hatten: einen Ort, der verbindet.
Mein Engagement für Dresden – weil Erfolg geteilt werden muss
2024 habe ich die Gemeinnützigkeit Benefiz Cup Dresden ins Leben gerufen. Ein Projekt, das mir besonders am Herzen liegt. Ein großes jährliches Fußballturnier, bei dem Unternehmen und Vereine aus Dresden und Umgebung zusammenkommen, um für den guten Zweck zu spielen. Hier entstehen nicht nur Spendengelder – hier entsteht Zusammenhalt. Hier helfen wir Vereinen, die kurz vor dem Aus stehen, ob im Tier- oder Humanbereich. Wir geben denen etwas zurück, die täglich für andere da sind.
Doch mein Engagement endet nicht dort.
Ich investiere auch in Dresdner Start-ups, unterstütze Gründerinnen und Gründer mit meiner Erfahrung und helfe ihnen, ihre Visionen Realität werden zu lassen. Mittlerweile bin ich in mehreren Netzwerken aktiv, weil ich fest daran glaube, dass Veränderung und Fortschritt nur gemeinsam entstehen können. Ich möchte mitgestalten, inspirieren und als Unternehmer nicht nur wirtschaftlich wirken, sondern sozial, menschlich und für das große Ganze.
Innovation und Zukunftspotenzial
Was mein Unternehmen heute auszeichnet, ist nicht nur seine wirtschaftliche Stabilität oder sein Wachstum. Es ist die Haltung dahinter:
niemals stehen zu bleiben,
niemals aufzuhören, zu lernen,
niemals die Menschen aus dem Blick zu verlieren – weder Kundinnen und Kunden noch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ich investiere kontinuierlich in moderne Trainingskonzepte, Digitalisierung, neue Kursformate, smarte Geräte und in die Atmosphäre der Standorte. Und ich werde weiter wachsen – nicht aus Größenstreben, sondern weil ich weiß, dass ich etwas aufgebaut habe, das funktioniert, das Menschen motiviert und das Städte bereichern kann.
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